Silas Koech sorgt bei Paris–Troyes für den nächsten UCI-Erfolg
Ein weiterer großer Erfolg für das Team Lotto Kern-Haus Outlet-Montabaur: Silas Koech hat das französische Eintagesrennen Paris–Troyes (UCI 1.2) gewonnen und damit den zweiten UCI-Sieg seiner Karriere gefeiert. Nach einem mutigen Rennen aus der Offensive setzte sich der 22-Jährige im Sprint einer Zweiergruppe hauchdünn gegen das heranrasende Feld durch.
Von Beginn an zeigte unsere Mannschaft eine starke und aktive Vorstellung. Das Team hatte sich vorgenommen, das Rennen früh schwer zu machen – und setzte diesen Plan direkt um. Silas Koech schaffte den Sprung in eine starke Spitzengruppe, die sich bereits in der Anfangsphase absetzen konnte.
Der sportlicher Leiter Marcel Meisen zeigte sich mit der Teamleistung sehr zufrieden: „Wir hatten eines der stärksten Teams hier und wollten das Rennen deshalb offensiv gestalten. Dass Silas in die Gruppe gekommen ist, war für uns natürlich ideal. Dahinter war den ganzen Tag nicht klar, ob das Feld noch einmal herankommt.“
Auch im weiteren Rennverlauf präsentierte sich die Mannschaft geschlossen und aufmerksam. Während die Ausreißergruppe um den Sieg kämpfte, kontrollierten die übrigen Fahrer das Rennen, konterten Attacken und sorgten dafür, dass die Ausgangslage für das Finale optimal blieb. Auf den letzten Kilometern spitzte sich das Rennen dramatisch zu. Gemeinsam mit dem Schweden Ville Merlöv setzte sich Silas noch einmal entscheidend ab.
„Im Finale habe ich Silas gefragt, wie er sich fühlt – und er meinte nur: ‚Ich fahre gleich weg‘“, berichtete sein sportlicher Leiter. „Kurz darauf hat er mit einem Schweden attackiert. Danach war es ein echtes Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den beiden Ausreißern und dem Feld.“
Der Vorsprung schmolz auf den letzten Metern Sekunde um Sekunde dahin, doch Silas behielt die Nerven und gewann um wenige Zentimeter vor seinem Begleiter und den ersten Fahrern aus dem Feld. Überschattet wurde das Finale allerdings von einem Sturz innerhalb des letzten Kilometers, in den auch zwei Fahrer unseres Teams verwickelt waren. Besonders Mil Morang zog sich Verletzungen zu, die medizinisch versorgt werden mussten.
Trotzdem überwog nach dem Rennen die Freude über eine starke Mannschaftsleistung und den wichtigen internationalen Erfolg. „Alles in allem war es ein sehr erfolgreicher Tag für uns. Die Bedingungen mit der Hitze waren extrem anspruchsvoll, aber ein UCI-Sieg ist für uns natürlich etwas Besonderes“, so Marcel Meisen abschließend.