Pierre-Pascal Keup siegt beim Bundesliga-Heimspiel im Erzgebirge

Mit einer tollen mannschaftlichen Geschlossenheit konnten die Profis von Lotto Kern-Haus bei der Erzgebirgsrundfahrt glänzen und Pierre-Pascal Keup zum Sieg führen. Außerdem gewann das Team die Mannschaftswertung des Tages.

Die Fahrer vom Team Lotto Kern-Haus haben bei der Erzgebirgsrundfahrt mit einer starken Leistung geglänzt, an deren Ende der Sieg durch Pierre-Pascal Keup heraussprang. Der Lokalmatador setzte sich nach schweren 160 Kilometern als Solist mit fünf Sekunden Vorsprung vor Dominik Bauer (Saris Rouvy Sauerland) und Tobias Nolde (P&S Benotti / +0:28) durch.

Das starke Abschneiden der Mannschaft rundeten Vorjahressieger Jan Hugger (Platz 4.), Jakob Geßner (Platz 6.), Christian Koch (Platz 11.), Ole Theiler (Platz 13.) und Cedric Abt (Platz 14.) ab. Entsprechend gewann man damit auch die Tagesmannschaftswertung.

"In meinem Heimrennen gewinnen zu können, ist etwas ganz Besonderes für mich. Da waren im Ziel schon viele Emotionen im Spiel, auch wenn es jetzt 'nur' ein Bundesligarennen ist. Aber es bedeutet mir schon sehr viel.“, freute sich Pierre-Pascal.

Der Sportliche Leiter Hartmut Täumler fasste den Rennverlauf aus Teamsicht wie folgt zusammen: "Nach der zweiten Bergwertung bildete sich eine Spitzengruppe mit 19 Fahrern, in der wir nur mit Christian Koch und Cedric Abt vertreten waren. Die Gruppe war aber zu groß, um durchzukommen. Joshua Huppertz hat dann mit uns abgesprochen, dass er in der Anfahrt zur 3. Bergwertung Vollgas fährt, um unsere Jungs wieder an die Spitze heranzuführen. Das hat super geklappt. Ab diesem Zeitpunkt waren unsere Jungs voll im Bilde und besetzten alle Gruppen.“

Auch Pierre-Pascal hob das starke Teamwork, und dabei vor allem den Auftritt von Joshua hervor. "Eine super Teamleistung. Wie Josh da die ganze Zeit von vorne gefahren ist, die Lücke kleiner bekommen und am Anstieg vor der Himmelsleiter, was der rennentscheidende Moment war, richtig Tempo gemacht hat und den Großteil der ersten Gruppe aufgefahren hat, das war super“; so Pierre-Pascal.

Durch die mannschaftlich geschlossene Leistung konnte man sich zudem in der Gesamtwertung wieder “etwas breiter aufstellen“, wie es Hartmut Täumler nannte. Denn nicht nur Pierre-Pascal, sondern auch Jakob, Christian und Jan machten einen Sprung nach vorne.

Bei einem der schwersten Läufe der Rad-Bundesliga entwickelte sich zunächst ein abwechslungsreiches Rennen mit vielen Attacken, die aber nur kurzzeitig von Erfolg gekrönt waren, da an den Anstiegen zumeist Gegenwind herrschte. Schließlich konnte sich aber nach 70 Kilometern eine knapp 20 Fahrer starke Spitzengruppe lösen.

Im Feld übernahm schließlich Joshua Huppertz das Zepter, wodurch sich nach 85 Kilometern eine 20 Fahrer starke Verfolgergruppe bildete. Währenddessen hatte sich die Spitzengruppe auf Initiative von Nolde geteilt und die zweite Gruppe wurde noch vor der Himmelsleiter, dem schwersten Anstieg des Rennens, von den Verfolgern eingeholt.

An der Spitze fuhr derweil ein Quintett um Nolde und Bauer. Pierre-Pascal attackierte aus der Verfolgergruppe heraus in einer Abfahrt und keiner konnte ihm folgen. Der Lokalmatador schloss als Solist zum Spitzenquintett auf und schüttelte dieses im Finale am letzten Anstieg sogar noch ab.

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